Scenic Eclipse Reisebericht & Erfahrungen


Meine Cruise auf der Scenic Eclipse: eine Reise voller Abenteuer in Saudi-Arabien

Scenic Eclipse Reisebericht & Erfahrungen
Timo Clarén an Bord von Scenic Eclipse

Vom 14. Oktober bis zum 20. Oktober 2021 durfte ich mit der Scenic Eclipse in die Welt einer weltweit einzigartigen Expeditionsyacht und in die Faszination uralter Städte Saudi-Arabiens eintauchen. Diese Kreuzfahrt führte mich ausgehend von der Hafenstadt Jeddah nach AlUla und zum UNESCO-Weltkulturerbe Hegra inmitten einer schönen Wüstenlandschaft. Außerdem standen ein Tauchgang mit dem U-Boot, ein Zodiac-Ausflug zu einer Insel und ein Nachmittag im Wüsten-Camp auf dem Programm. Dazwischen gab es viel Kulinarik und Entspannung gepaart mit höchsten Luxus an Bord.

Bevor ich von dieser Reise erzähle, möchte ich Ihnen noch die Reederei Scenic Cruises und das Schiff, mit dem ich gefahren bin, vorstellen.


Die Reederei Scenic Cruises aus dem Segment für Luxus-Flusskreuzfahrten

Die Scenic Eclipse ist insofern einzigartig, als sie die erste Hochsee-Expeditionsyacht der australischen Reederei Scenic Cruises verkörpert. Die namensgebende Reederei stammt ursprünglich aus dem Segment für Luxus-Flusskreuzfahrten und ließ mit Scenic Sapphire und Scenic Emerald im Jahr 2008 ihre ersten Schiffe bauen. Im Laufe der Jahre wurde die Flotte auf zwölf 5-Sterne-Luxus-Flusskreuzfahrtschiffe erweitert.

Ein weiterer Höhepunkt der Firmengeschichte erfolgte mit dem Bau und der Inbetriebnahme der ersten Expeditionsyacht auf 6-Sterne-Niveau. Firmengründer Glen Moroney ließ sich beim Bau der Scenic Eclipse von der Octopus-Yacht des US-amerikanischen Unternehmers Paul Allen inspirieren. Im Juli 2019 in Malta registriert, brach die Expeditionsyacht im August 2019 von Island aus zu ihrer Jungfernfahrt nach Quebec auf.

Das Schiff Scenic Eclipse als weltweit erste Expeditionsyacht

Für expeditionsfreudige Gäste erfüllt die Scenic Eclipse höchste Ansprüche in puncto Sicherheit, Abenteuer und Luxus. Sie ist lediglich auf einen kleinen Kreis von 228 Personen ausgerichtet und die weltweit erste Expeditionsyacht. Bei einer Expedition mit diesem knapp 168 Meter langen und 21,5 Meter breiten Schiff erwarten Sie eindrucksvolle Erkundungen auf, über und unter Wasser in atemberaubenden Gegenden der Welt.

Perfekte Ausrüstung für Expeditionen

Die Scenic Eclipse ist mit der höchsten Eisklassifikation 1A Super auf die extremen Eisverhältnisse für Expeditionen in der Antarktis und in Spitzbergen optimal vorbereitet. Als moderne Expeditionsyacht enthält sie zudem eine perfekte Ausrüstung für Erkundungen über und unter Wasser. So stehen an Bord zwei Hubschrauber für Entdeckungsflüge bereit. Für Erkundungstouren unter Wasser gibt es ein U-Boot mit sieben Sitzen. Dank der installierten Kamera lassen sich die unvergesslichen Eindrücke vom ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug aus bildlich festhalten. Mit dem Innen- und Außenpool ist auch bei der Expeditionskreuzfahrt für Entspannung gesorgt. Die Scenic Eclipse steuert übrigens nicht nur die Polarregionen an, sondern absolviert auch Routen in Amerika, Europa, der Karibik und in Südamerika.

Suiten mit 5-Sterne-Luxus

Die exklusiven Suiten lassen in puncto Luxus auf dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels keine Wünsche offen. Mit edelsten Möbeln, einem separaten Schlafraum und Wohnbereich und einer großen privaten Veranda ausgestattet, erweisen sie sich als luxuriöse Refugien auf See. Hier finden Sie von hochwertigen Pflegeprodukten über luxuriöse Wäsche und HDTV bis zur täglich frisch befüllten Minibar allerlei Annehmlichkeiten. Insgesamt beherbergt die Scenic Eclipse 114 Suiten in unterschiedlichen Kategorien, wobei es überall eine eigene Veranda gibt. Die Suiten sind mit Wohnflächen von 32 Quadratmetern (Veranda-Suiten) bis zu 245 Quadratmetern (Owner Suite) sehr großzügig geschnitten.

Restaurants an Bord: Zehn kulinarische Erlebnisse

Speisen an Bord der Scenic Eclipse steht für eine kulinarische All-inclusive-Reise mit Köstlichkeiten aus unterschiedlichsten Küchen der Welt. Die Vielfalt reicht vom „Casual Dining“ bis zu feinsten Gourmetgerichten. Insgesamt deckt die Bordküche zehn kulinarische Erlebnisse an Bord ab:

  • Französische Gourmetküche
  • Asiatisches Restaurant
  • Sushi Bar
  • Teppanyaki Private Dining
  • Pasta-, Steak- und Meeresfrüchte Restaurant
  • Chef’s Table
  • Yacht Club (Pool-Restaurant)
  • Bar, Café and Lounge
  • Epicure Culinary School
  • 24-Stunden-Zimmerservice

Zur Stärkung gab es übrigens täglich ein reichhaltiges Buffet im Yacht Club. Die Speisen wechselten von Tag zu Tag, sodass die Kulinarik sehr abwechslungsreich ausfiel. Die Qualität des Essens im Yacht Club war nach meinem Geschmack hervorragend.

Die Chronologie meiner Reise mit der Scenic Eclipse

Um Sie an meinen Erfahrungen mit der Scenic Eclipse teilhaben zu lassen, habe ich meine persönlichen Reiseeindrücke chronologisch für Sie zusammengefasst:

 

14. Oktober 2021: Ankunft in Jeddah und Übernachtung im Hotel

Bereits bei meinem Reiseantritt am 14.Oktober 2021 konnte ich mich von der erstklassigen Organisation überzeugen. Die anderen Gäste und ich wurden direkt am Fluggate bei der Ankunft in Jeddah (Dschidda, Hafenstadt in Saudi-Arabien am Roten Meer) in Empfang genommen. Es ging alles sehr schnell und unkompliziert. Wir wurden an den Schlangen der Passkontrolle vorbeigeführt und mit Limousinen direkt in das Hilton Hotel chauffiert, wo wir die Nacht vor der Einschiffung verbrachten.

15. Oktober 2021: Einschiffung und Begrüßung

Scenic Eclipse
Scenic Eclipse im Hafen von Jeddah (Dschidda, Hafenstadt in Saudi-Arabien am Roten Meer)

Auch die Anreise zum Schiff am nächsten Morgen war reibungslos und komfortabel. Wir wurden in einem Luxusbus mit Internetverbindung zum Hafen gebracht. Hier angekommen, verlief der Check-In sehr schnell und einfach. Dann folgte eine persönliche Begrüßung. So wurde ich bereits im Schiffsterminal von Tour-Manager Claudio namentlich begrüßt. Anschließend ging es mit einer kurzen Busfahrt weiter zum Schiff. Hier wurde ich von Nini empfangen und abermals mit meinem Namen angesprochen. Da fühlt man sich als Gast so richtig willkommen. Eine nette Geste war auch, dass Nini mir meinen Rucksack umgehend abgenommen hat. Natürlich wollte ich die ersten Momente mit der Expeditionsyacht auch bildlich festhalten. Daher bat ich Nini, ein Foto von mir zu machen. Sie drehte über meine Ankunft an Bord gleich einen ganzen Film, sodass ich jetzt reichlich Bildmaterial habe.


Mein nächster Weg an Bord führte mich zum PCR-Schnelltest ins Theater. Danach durften wir Gäste unsere Masken ablegen, was natürlich ein Freiheitsgefühl ausgelöst hat. Anschließend hatte ich eine freudige Überraschung. Plötzlich stand Debby vor mir, die ich bereits von vielen Seabourn-Reisen kannte, und umarmte mich ganz herzlich nach dem Motto „Wiedersehen macht Freude“. In diesem Moment wurde mir auch klar, warum alle Mitarbeiter meinen Namen kannten. Der Großteil der Crewmitglieder, die auf der Scenic Eclipse arbeiten, das sind knapp 80 Prozent, stammt von Seabourn. Das ist meiner Erfahrung nach jene Reederei, die in puncto Freundlichkeit und Servicelevel im Segment der Luxusreedereien den Standard vorgibt und allen anderen immer einen kleinen Schritt voraus ist.

Nach dieser netten Begegnung mit meiner Bekannten Debby erhielt ich meine Schlüsselkarte für die Suite 706 auf Deck 7. Anhand meiner Fotos können Sie sich von der luxuriösen Ausstattung dieses Refugiums selbst ein Bild machen. Noch bevor ich zu meiner Suite geführt wurde, absolvierte ich einen privaten Sicherheitsdrill, der mich mit den Verhaltensregeln und Sicherheitsvorschriften an Bord vertraut machte. Anschließend musste ich noch auf die Waage. Dafür gab es einen sehr guten Grund. Am nächsten Tag hatte ich das Glück, mit dem U-Boot der Scenic Eclipse einen Tauchgang am Riff einer beeindruckenden Insel erleben zu dürfen. Das war ein besonderes Erlebnis, das mit einigen eindrucksvollen Bildern dokumentiert ist.

 

Abends wurden ganz nach meinem Geschmack sehr gute Weine serviert, die ich in Kombination mit dem Mehrgänge-Menü genoss.

16. Oktober 2021: Schiffstour, Tauchgang mit U-Boot und Ausflug zu einer Insel

Am nächsten Vormittag durften wir die öffentlichen Bereiche und die Suiten bei einer ausgiebigen Schiffstour besichtigen. Unser Weg führte uns auch zur Brücke, die jeder Gast zu jeder Zeit betreten durfte. Ein besonderes Highlight war zweifelsohne die Besichtigung der beiden Hangars, in denen die bordeigenen Hubschreiber geparkt sind.

Dann folgte der eigentliche Höhepunkt des Tages. Ich wurde in einer Gruppe von sechs Passagieren mit einem Zodiac zum U-Boot gefahren. Nach einer kurzen Einführung ging meine Reise in die Unterwasserwelt los. Ich genoss einen knapp 25-minütigen Tauchgang in bis zu 40 Meter Tiefe, wobei die Sinkgeschwindigkeit kaum wahrnehmbar war. Diese Erkundungstour führte mich entlang des Riffs. Dabei hatte ich das Gefühl, nach den Objekten greifen zu können, obwohl sie fünf Meter entfernt waren. Das U-Boot kann übrigens in eine beeindruckende Tiefe von bis zu 300 Metern vordringen.

 


Am 16. Oktober erlebte ich mit der Übersetzung auf die Insel ein weiteres Highlight. Aus dem Zodiac ausgestiegen, erwarteten mich bereits Liegenstühle zum Entspannen und verschiedene Sportgeräte von der Schnorchelausrüstung über Water-Bobs bis zum Standup-Paddel. Somit kamen sowohl Ruhesuchende als auch Abenteurer auf ihre Kosten.

 

Abends kam ich in den Genuss eines sehr guten Sashimi im Sushi-Restaurant.

 

17. Oktober 2021: Seetag mit Wellness und Kulinarik

Den Seetag nutzte ich zum Arbeiten. Bei dieser Gelegenheit konnte ich gleich das Internet ausgiebig testen, das übrigens passabel war. Zur Entspannung genoss ich eine 40-minütige Massage, die jeder Gast kostenfrei erhielt. Danach gönnte ich mir noch eine Auszeit in der Sauna. Der Wellnessbereich ist wunderschön und sehr geschmackvoll gestaltet. Abends ließ ich mir vom Zimmerservice ein leckeres Angus Steak mit Trüffel Pommes servieren. Das war ein gelungener kulinarischer Abschluss für meinen Arbeitstag auf See. Damit hatte ich auch den 24-Stunden-Suite-Service ausprobiert.

 

18. Oktober 2021: Ausflug nach AlUla

Der 18. Oktober 2021 begann sehr früh mit einem Flug nach AlUla, dem Paradies für Abenteurer schlechthin. Zuerst erfolgte ein Transfer zum Charterflug von Saudia, der uns von Yanbu nach AlUla brachte. Auch dieses Mal war alles wieder sehr gut organisiert. Dieser Landausflug entführte mich in ein Stück Land, das lange Zeit in Vergessenheit geraten war und erst vor kurzer Zeit wiederentdeckt wurde.

Antike Stadt Hegra: UNESCO-Weltkulturerbe

Es war daher ein faszinierendes Erlebnis, AlUla, eine der ältesten Städte der arabischen Halbinsel, zu entdecken. In dieser Handelsmetropole kreuzten sich einst die Seidenstraße und die Weihrauchstraße. Ich hatte die Chance, mit der antiken Stadt Hegra das erste UNESCO Weltkulturerbe in Saudi-Arabien zu besuchen. In dieser antiken Steinstadt lebten einst die Nabatäer, die hier nicht nur beeindruckende Grabstätten mit Verzierungen und Inschriften erschufen, sondern auch künstliche Brunnen für die Landwirtschaft anlegten. Umgeben von Wüstenschluchten und steilen Klippen präsentieren sich hier über hundert kunstvoll verzierte Grabstätten als eindrucksvolle Beispiele antiker Architektur. Gleichzeitig markierte die nabatäische Stadt eine bedeutende Handelsstrecke zwischen Saudi-Arabien, der Mittelmeerregion und Asien.

Maraya: Einzigartiger Spiegel und Konzerthaus

Nach diesem Ausflug in die Welt des Königreichs der Nabatäer genoss ich ein Mittagessen im Shaden Resort. Danach folgte mit dem Besuch von Maraya, dem größten verspiegelten Gebäude der Welt, ein weiteres architektonisches Highlight. In Maraya, das übersetzt Spiegel bedeutet, spiegelt sich die Naturschönheit, Geschichte und Kultur der Region AlUla wider. Diese Kombination aus stiller Wüstenlandschaft und moderner Architektur lässt einen in Ehrfurcht erstarren. Hinter den gigantischen Spiegelflächen von fast 10.000 Quadratmetern verbirgt sich ein weltweit einzigartiges Konzerthaus, in dem bereits Stars wie Omar Khairat und Andrea Bocelli aufgetreten sind. Anschließend schlenderte ich noch durch die Altstadt. Mein ereignisreicher Ausflug nach AlUla endete mit dem Rücktransport im Reisebus zum Flughafen von AlUla und nach Yanbu.

Zurück an Bord, ließ ich den Abend mit einem Essen im französischen Restaurant Lumière genussvoll ausklingen.

 

19. Oktober 2021: Dinner Dessert Experience und Wüsten-Camp

Am vorletzten Reisetag erreichte die Expeditionsyacht um die Mittagszeit die Stadt Jeddah. Auch dieses Mal sollte ein außergewöhnlicher Nachmittag folgen, in dessen Zentrum eine Dinner Dessert Experience stand. Zuerst wurden ich und die anderen Gäste im Luxus-First-Class-Bus zum Wüsten-Camp chauffiert. Zur Begrüßung gab es arabische Köstlichkeiten und arabischen Kaffee. Nicht nur Genießer, sondern auch Abenteurer kamen hier auf ihre Kosten. Wer das Abenteuer suchte, konnte dort bei einer Buggy-Tour die Wüste erkunden und ganz traditionell auf Kamelen und arabischen Pferden reiten.

 

20. Oktober 2021: Abreise

 

Am 20. Oktober 2021 ging eine Reise voller Genuss, Entspannung und Abenteuer mit der Abreise aus Saudi-Arabien zu Ende.

Fazit

Meine Cruise auf der Scenic Eclipse war von netten persönlichen Begegnungen mit der Crew, leckeren kulinarischen Erlebnissen in den Restaurants und atemberaubenden Unterwasser-Erfahrungen geprägt. Diese Reise brachte mich nicht nur an Bord der weltweit einzigen Expeditionsyacht, die in puncto Luxus so vieles zu bieten hat, sondern entführte mich auch zu faszinierenden Stätten Saudi-Arabiens. Ich durfte die stille Schönheit der Wüste erfahren, historische Monumente alter Zivilisationen bewundern und mitreißende Abenteuer erleben. So gesehen ist eine Expeditionskreuzfahrt mit der Scenic Eclipse ganz nach dem Geschmack von Abenteurern und Genießern.

Schiff Ahoi,

Timo Clarén

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Scenic Eclipse

Scenic Eclipse Luxus Kreuzfahrt Reedereien
  • Scenic Eclipse 
  • mit 2 Helikoptern
  • U-Boot für 7 Gäste
  • Max. 228 Gäste
  • Bordsprache: Englisch
  • Bordwährung: USD