Mit der EUROPA 2 unterwegs - Lily´s große Entdeckungsreise


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Kinder-Test auf der EUROPA 2


Hallo!

 

ich bin Lily, 8 Jahre alt. Vor ein paar Tagen bin ich in Helsinki auf die EUROPA 2 von Hapag-Lloyd Cruises gestiegen. 

 

Vorher habe ich mich gefragt: Ist eine Kreuzfahrt eigentlich auch für Kinder richtig cool?

 

Das wollte ich unbedingt herausfinden. 

 

Also habe ich den Pool getestet, den Kids Club ausprobiert, ganz viel Eis gegessen (natürlich nur zu Testzwecken) und jeden Tag aufgeschrieben, was ich erlebt habe.

 

Kommt mit - das ist mein Reisetagebuch von der EUROPA 2!


Freitag, 20.06.2026

ENDLICH AUF DER EUROPA 2!

Heute war ein richtig aufregender Tag!

 

Mama und ich sind in Helsinki angekommen und sind dann zum Hafen gefahren. Und dann habe ich sie gesehen:

 

Die EUROPA 2.

 

Mein erster Gedanke?

„Wow. Die ist ja riesig!”

 

Wirklich riesig. So riesig, dass ich kurz überlegt habe, ob das überhaupt noch ein Schiff oder schon eine schwimmende Stadt ist. Mama war allerdings etwas beschäftigt. Sie hat nämlich erstmal den richtigen Eingang nicht gefunden. Ich habe schon gedacht, wir fahren wieder nach Hause. Zum Glück kam eine nette Frau und hat uns geholfen. Ein großes Tor ging auf und plötzlich standen wir direkt vor dem Schiff.

 

Dann haben wir an der Rezeption unsere Bordkarten bekommen. Ich habe die Karte angeschaut und gedacht:

„Warum bekomme ich einen Reisepass fürs Schiff?”

 

Später hat Mama die Karte einfach an unsere Kabinentür gehalten.

Klick.

Tür auf.

Ich dachte nur:

„Hexerei.”

 

Dann kam der beste Moment des Tages. Unsere Suite. Als die Tür aufging, wusste ich gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte.

Auf das Bett?

Auf den Balkon?

Auf den Luftballon?

Oder auf meinen neuen Rucksack?

Also habe ich erstmal alles gleichzeitig angeschaut. Und bin anschließend direkt aufs Bett gesprungen. Zur Sicherheit. Man muss schließlich testen, ob ein Bett wirklich bequem ist. 

 

Das Urteil:

Bestanden.

 


UNSER BALKON UND GANZ VIEL MEER

Danach musste ich natürlich sofort den Balkon anschauen. Von dort konnte man bis zum Horizont schauen. Und plötzlich wurde aus Helsinki ganz langsam immer mehr Meer. Ich stand an der Reling und habe gewunken. Niemand hat zurückgewunken. Aber egal.

 

Später durfte ich noch das Schiff erkunden. Es gibt einen Pool, mehrere Jacuzzis, sieben Restaurants und ungefähr 37 Orte, an denen man Eis essen könnte.

 

Zumindest fühlt es sich so an. 

 

Außerdem gibt es ein riesiges Spa, Sonnendecks, gemütliche Liegen und wahrscheinlich noch hundert Dinge, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Ich habe beschlossen, in den nächsten Tagen alles ganz genau zu testen.

 

Schließlich bin ich hier im Auftrag aller Kinder unterwegs.

Ich glaube, man könnte sich auf diesem Schiff problemlos verlaufen.

 

Mama schafft das bestimmt noch.



MAMA, DIE ZEIT UND DAS GEHEIMNIS DES LEEREN RESTAURANTS

Auf dem Weg nach Stockholm hat Mama mal wieder bewiesen, warum man Erwachsene nicht unbeaufsichtigt lassen sollte. Sie hat nämlich vergessen, die Uhr auf ihrem Handy umzustellen.

 

Das Ergebnis?

Wir waren eine ganze Stunde zu früh beim Abendessen. Mama schaute sich um und meinte:

 

„Hm, heute ist aber wenig los.”

Genau.

 

Weil außer uns noch niemand da war. Ich habe kurz überlegt, etwas zu sagen. Aber dann dachte ich:

Mal schauen, wie lange das noch gutgeht.

 

Nach ungefähr fünf Minuten hat Mama ihren Fehler bemerkt.

Naja.

Wenigstens waren wir nicht eine Stunde zu spät.

 

Bei Mama weiß man nämlich nie so genau, welches Abenteuer als Nächstes kommt.

ESSEN, BLUMEN UND ERWACHSENENSACHEN

Später am Abend haben wir uns schick gemacht und sind ins italienische Restaurant gegangen. Ich hatte Carbonara. Mama hatte Trüffelpasta. Beides war richtig lecker. Vorher stand plötzlich etwas auf dem Tisch, das aussah wie kleine Blumen. Ich dachte:

 

„Okay. Warum soll ich Blumen essen?”

 

Und ganz ehrlich: Für einen kurzen Moment dachte ich sogar, das könnten kleine Käfer sein.

 

Mama sagte nur:

„Vertrau mir.”

 

Also habe ich probiert. Und wisst ihr was? Die Dinger haben geschmeckt wie Chips. Wie bitte kann eine Blume nach Chips schmecken?

Die Welt ist manchmal wirklich seltsam.

Später haben wir uns noch das Theater angeschaut und waren im Jacuzzi.

 

Danach haben wir am Pool gesessen und eine Cola getrunken.

Mama hat über Kreuzfahrten geredet. Ich habe über Dessert nachgedacht. Jeder hatte seine Prioritäten. 

 

Als wir später zurück in die Suite kamen, war es schon ziemlich spät. Naja. Zumindest laut Uhr. Draußen war es immer noch hell.

 

Diese nordischen Sommer sind irgendwie komisch. Ich lag im Bett und habe aus dem Fenster aufs Meer geschaut. Morgen wartet Stockholm. Und ich glaube, das wird ziemlich cool.



Sonntag, 21.06.2026

STOCKHOLM UND FISCHSTÄBCHEN ZUM FRÜHSTÜCK

Heute wollten wir eigentlich ausschlafen. Eigentlich. Leider hatte der Wecker andere Pläne.

 

Ding-ring-ring-ring-ring-ring-ring!

 

So ungefähr hat sich das angehört.

Ich finde, Wecker sollten morgens erst nachfragen, ob man überhaupt geweckt werden möchte. Irgendwann sind wir dann doch aufgestanden, haben uns fertig gemacht und sind zum Frühstück gegangen. Oder besser gesagt: Zum Fast-Frühstück. Denn das richtige Frühstück hatten wir irgendwie verpasst.

 

Ich sage nicht, wer schuld war. Aber sie heißt Mama.

 

Deshalb saßen wir plötzlich in der Sansibar Bar mit Blick auf Stockholm.

 

Und wisst ihr, was ich zum Frühstück gegessen habe?

 

Fischstäbchen.

 

Ja.

 

Fischstäbchen.

Zum Frühstück.

 

Nicht Müsli.

Nicht Brötchen.

Nicht Croissants.

Fischstäbchen.

 

Ich glaube nicht, dass das viele Kinder von sich behaupten können.

 

Mama hat mich angeschaut und gesagt:

„Lily, das erzählen wir aber niemandem.”

 

Keine Sorge, Mama. Ich schreibe es nur in mein Reisetagebuch.

Danach sind wir durch Stockholm gelaufen. Über Brücken. An bunten Häusern vorbei. Durch kleine Gassen. Überall waren Boote. Überall war Wasser. Und überall wollten Menschen Fotos machen.

Ich glaube, Stockholm ist eine Stadt, die extra dafür gebaut wurde, damit Leute schöne Bilder machen können. Mama hat ungefähr 327 Fotos gemacht. Mindestens.

 

Später mussten wir zurück zur EUROPA 2. Dafür sind wir mit einem kleinen roten Tenderboot gefahren. Und das war lustig. Denn unser Boot war winzig. Und die EUROPA 2 riesig. Je näher wir kamen, desto größer wurde sie. Irgendwann sah es aus, als würde ein Spielzeugboot auf einen Wolkenkratzer zufahren.

 

Zurück auf dem Schiff mussten wir wieder einchecken. Das funktioniert fast wie am Flughafen. Taschen werden kontrolliert. Karten werden gescannt. Alles wird überprüft. Ich finde das eigentlich ziemlich cool. Da fühlt man sich wie ein Geheimagent. Oder wie jemand, der etwas sehr Wichtiges transportiert. Zum Beispiel Eis.


GNOCCHI, EIS UND SUSHI

Mittags gab es gebratene Gnocchi. Und Kartoffeln mit Kräuterquark. Das war richtig lecker. Danach natürlich Eis. Mango. Und Nougat.

 

Ein perfekter Arbeitstag für eine professionelle Kinder-Testerin.

 

Am Vormittag habe ich sogar ganz alleine von unserer Suite aus bei der Rezeption angerufen. Ich war ein bisschen aufgeregt. Aber ich wollte unbedingt einen Tisch im Sakura reservieren.

 

Und es hat tatsächlich geklappt!

 

Am Abend war es dann soweit. Im Sakura gab es richtig leckeres Sushi und viele andere Spezialitäten. Ich liebe Sushi und habe mich schon den ganzen Tag darauf gefreut. Das Sakura gehört jetzt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsrestaurants auf der EUROPA 2.

Heute hat außerdem eine ältere Dame zu mir gesagt:

 

„Was hast du denn für ein schönes Kleid!”

 

Darüber habe ich mich sehr gefreut. Noch mehr gefreut habe ich mich allerdings später über die Schokolade auf unserem Bett. Unser Kabinensteward ist nämlich unglaublich nett. Jeden Tag macht er unser Zimmer wieder ordentlich. Er richtet meine Kuscheltiere schön her.

Macht die Betten. Ordnet unsere Sachen. Und legt oft kleine Schokoladen aufs Bett. Ich finde, das ist einer der besten Jobs auf dem ganzen Schiff.

 

Morgen habe ich große Pläne. Ich möchte in den Kids Club. Mama möchte in Ruhe frühstücken.

Und abends gibt es oben auf dem Schiff ein Fest. Danach machen wir vielleicht eine Gesichtsmaske. Das klingt nach einem ziemlich guten Plan. Jetzt liege ich im Bett. Draußen wird es langsam Abend.

 

Naja.

 

Zumindest ein bisschen. Denn hier oben wird es ja nie richtig dunkel.

 

Gute Nacht, liebes Tagebuch.

Morgen wartet das nächste Abenteuer.


Montag, 22.06.2026

DER KIDS CLUB, DAS MITTSOMMERFEST UND DIE FRAGE, WER EIGENTLICH DAS SCHIFF STEUERT

Heute war Seetag. Das bedeutet:

Kein Hafen.

Keine Stadt.

Kein Ausflug.

 

Nur die EUROPA 2, das Meer und ganz viel Zeit, das Schiff zu erkunden.

 

Nach dem Aufstehen sind Mama und ich erstmal im Yacht Club frühstücken gegangen. Dort gibt es einfach alles. Wirklich alles. Brötchen. Obst. Eier. Pancakes. Und ungefähr noch hundert andere Sachen. Danach mussten wir uns aber etwas beeilen. Denn ich hatte einen wichtigen Termin.

 

Kids Club!

Ganz ehrlich: Als wir vor der Tür standen, war ich ein bisschen nervös. Man kennt ja schließlich noch niemanden. Zum Glück war das völlig unnötig. Die anderen Kinder waren super nett. Und plötzlich war Mama auch schon verschwunden.

 

Im Kids Club gibt es jede Menge zu entdecken.

 

Eine Kletterwand. Eine kleine Höhle. Eine Leseecke. Bücher. Spiele. Puzzles. Kuscheltiere. Einen Fernseher. Und sogar eine kleine Verkleidungsecke. Mein Highlight war definitiv die Kletterwand. Die war richtig cool.

 

Mittags kam Mama kurz im Kids Club vorbei. Ich war nämlich den ganzen Tag dort - vom Vormittag bis zum Nachmittag. Zusammen mit den anderen Kindern habe ich dort auch zu Mittag gegessen. Es gab Nudeln mit Pesto. Genau das Richtige für mich.

Mama fragte die Betreuer dann:

 

„Habt ihr mich angerufen?”

Die Antwort:

„Nein.”

Mama:

„Sicher?”

Sie:

„Ja.”

 

Ich glaube, Mama wollte einfach sichergehen, dass ich das Schiff nicht heimlich übernommen habe. Ich blieb weiter im Kids CLub, spielte mit meinen neuen Freunden und wurde erst am Nachmittag wieder abgeholt.

Am Abend wurde es richtig spannend. Auf dem Pooldeck fand das große Mittsommerfest statt. Überall war Musik. Überall waren Menschen. Es gab schwedische Spezialitäten. Köttbullar. Leckere Häppchen. Desserts. Und riesige Langusten. Die waren so groß, dass ich kurz überlegt habe, ob sie vielleicht noch leben. Zum Glück taten sie das nicht.

 

Dann habe ich plötzlich jemanden entdeckt.

 

Den Kapitän.

 

Einfach so.

Mitten auf dem Fest.

Er hat freundlich „Guten Abend“ gesagt.

Und ich habe sofort gedacht:

 

„Moment mal … wenn der Kapitän hier feiert – wer fährt dann eigentlich das Schiff?”

 

Bis heute habe ich darauf keine Antwort bekommen. Aber offenbar wusste irgendjemand, was er tat - denn wir sind am Ende doch in Schweden angekommen.

Später haben Mama und ich draußen in der Sonne gesessen. Wir haben Desserts gegessen. Fotos gemacht. Und einfach den Abend genossen. Die Sonne schien. Das Meer glitzerte. Und ich dachte:

Eigentlich ist das ein ziemlich guter Arbeitsplatz für Mama.

 

Als wir später zurück in unsere Suite kamen, wartete schon die nächste Überraschung.

Schokolade. Schon wieder. Unser Kabinensteward, hatte unser Zimmer wieder perfekt aufgeräumt. Ich glaube langsam, dass Schokolade ein offizieller Bestandteil des Bordprogramms ist.

Am Abend haben wir es uns gemütlich gemacht.

 

Keine Ausflüge mehr.

Kein Programm.

Keine Abenteuer.

 

Nur Mama und ich. Wir haben Gesichtsmasken gemacht. Ein bisschen gequatscht. Und einfach einen entspannten Abend verbracht. Danach war ich richtig müde.

 

So müde, dass ich fast sofort eingeschlafen bin. Morgen wartet schon das nächste Abenteuer. Und wer weiß.

Vielleicht finde ich dann endlich heraus, wer das Schiff fährt, wenn der Kapitän auf einer Party ist.



 Dienstag, 23.06.2026

DER JACUZZI-TEST & DER ABEND FÜR MUTIGE ESSER

Nach dem Frühstück wollte ich unbedingt in den Jacuzzi. Leider hatte der Wind heute andere Pläne. Es war ganz schön stürmisch. Trotzdem habe ich beschlossen:

 

Ein echter Europa-2-Kinder-Test wird nicht wegen ein bisschen Wind abgesagt.

 

Also rein ins warme Wasser! Das Lustige war, dass mein Kopf ständig kalt war und der Rest von mir wohlig warm. Irgendwie ein komisches Gefühl. Aber trotzdem richtig schön.

 

Am Abend wurde es dann etwas aufregender. Es gab viele verschiedene kleine Spezialitäten.

Muscheln. Meeresfrüchte. Und dann kam plötzlich…

Kaviar.

 

Mama meinte:

 

„Probier doch mal.”

 

Also gut.

 

Ich bin schließlich offizielle Kinder-Testerin der EUROPA 2.

 

Ich habe ganz mutig einen Löffel probiert. Mein Urteil? Sagen wir mal so… Ich weiß jetzt, warum Erwachsene sagen, dass Kaviar etwas Besonderes ist. Für mich hat er einfach nach… sehr fischigem Fisch geschmeckt. Vielleicht bin ich dafür einfach noch ein bisschen zu jung. Oder ich bleibe lieber bei Eis. Das ist eindeutig mehr mein Spezialgebiet.

Nach diesem entspannten Tag waren wir beide ziemlich müde. Zurück in der Suite wartete schon wieder alles ordentlich auf uns. Unser Kabinensteward hatte wieder gezaubert. Und bestimmt lag irgendwo auch wieder ein Stück Schokolade. Dann sind wir ins Bett gekuschelt. Morgen wartet schon das nächste Abenteuer. Mal sehen, was ich als Nächstes testen darf.


Mittwoch, 12.03.2025

KOPENHAGEN, DIE KLEINE MEERJUNGFRAU UND MAMAS SONNENBRAND

Heute Morgen sind wir wieder in die Sansibar frühstücken gegangen. Langsam kenne ich mich auf dem Schiff schon richtig gut aus.

Danach hieß es: „Auf nach Kopenhagen!” Als wir von Bord gingen, lag direkt neben der EUROPA 2 noch ein anderes riesiges Kreuzfahrtschiff. Ich habe kurz überlegt, welches schöner aussieht. Natürlich hat die EUROPA 2 gewonnen.

(Okay… vielleicht bin ich inzwischen ein kleines bisschen voreingenommen.)

 

Wir sind zu Fuß losgelaufen. Unterwegs haben wir einen wunderschönen Brunnen entdeckt. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Seerosen gesehen. Die schwimmen einfach auf dem Wasser. Ich dachte immer, so etwas gibt es nur in Märchen. Je weiter wir liefen, desto schöner wurde die Stadt. Überall Cafés. Bunte Häuser. Viele Fahrräder. Und ganz viele Menschen, die einfach draußen das schöne Wetter genossen.

 

Irgendwann kamen wir an einer Stelle vorbei, an der ganz viele Menschen in Bikini und Badehose herumliefen. Sie sprangen sogar ins Wasser. Ich habe mich nur umgeschaut und gedacht: „Moment mal … das ist doch gar kein Strand!” Da waren einfach nur Treppen aus Stein. Trotzdem hatten alle richtig Spaß. 

 

Bevor wir weiter durch die Stadt gelaufen sind, haben wir noch einen richtig schönen Spielplatz entdeckt. Den musste ich natürlich sofort testen. Es gab Klettermöglichkeiten, und ganz viel Platz zum Spielen. Ich wäre am liebsten noch länger geblieben.

Aber Mama meinte, wir wollten ja schließlich noch etwas von Kopenhagen sehen.

 

Also ging unser Spaziergang weiter. Irgendwann taten mir meine Beine dann ganz schön weh. Wir waren wirklich schon lange unterwegs.

Deshalb beschlossen wir, mit einem der berühmten roten Doppeldeckerbusse zu fahren. Natürlich saßen wir oben. Der Bus hat vielleicht gewackelt! Bei jeder Kurve dachte ich:

„Jetzt kippen wir bestimmt um!” Zum Glück ist das nicht passiert.

 

Danach gingen wir zur berühmten Kleinen Meerjungfrau. Jetzt weiß ich auch, warum sie kleine Meerjungfrau heißt. Ich hatte sie mir nämlich viel größer vorgestellt. Trotzdem war sie wunderschön und wir haben natürlich ein Erinnerungsfoto gemacht.

 

Wir wussten gar nicht, wie warm es heute in Kopenhagen werden würde.

Das Ergebnis? Mama hat einen richtigen Sonnenbrand bekommen. Ausgerechnet in Skandinavien! Ich dachte immer, Sonnenbrand bekommt man nur in Portugal oder Spanien. Offenbar lag ich da falsch. Mama sah am Abend aus wie eine Tomate. Ich fand das ein kleines bisschen lustig. Sie eher nicht.

Zurück auf der EUROPA 2 haben wir uns erstmal umgezogen und sind direkt in den Pool gegangen. Dann haben Mama und ich Wettschwimmen gemacht.

 

Das Ergebnis war eindeutig.

 

Lily – 4

Mama – 0

 

Ich glaube, Mama behauptet bis heute, sie hätte mich gewinnen lassen. Ich glaube das allerdings nicht.

 

Zum Abendessen waren wir wieder im Yacht Club.

Ich hatte…

…Überraschung… schon wieder Pesto-Nudeln. Manche Dinge muss man einfach nicht ändern. Danach gab es noch Churros. 

 

Zurück in der Suite habe ich noch ein paar Videos auf dem Tablet geschaut. Mama musste noch etwas arbeiten. Ich bin gespannt, was morgen als Nächstes auf mich wartet.


 Donnerstag, 25.06.2026

MASCHINEN, WAFFELN UND ABSCHIED VON DER EUROPA 2

Heute war leider schon unser letzter Tag. Irgendwie ging die Zeit viel zu schnell vorbei.

 

Nach dem Aufstehen musste Mama erstmal noch ein bisschen arbeiten.

 

Zum Glück musste ich das nicht. Ich bin nämlich direkt in den Pool gegangen.

 

Und dort bin ich ungefähr…

…tausend Jahre geblieben.

 

Zumindest hat es sich so angefühlt. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr raus. Aber dann wartete schon das nächste Abenteuer.

Heute durften wir nämlich den Maschinenraum der EUROPA 2 besichtigen. Das war richtig spannend. Überall riesige Maschinen. Leitungen. Motoren. Und ganz viel Technik.

 

Bevor wir hineingingen, bekam jeder Ohrstöpsel. Denn dort unten ist es richtig laut. Fast alle haben ihre Ohrstöpsel die ganze Zeit drin gelassen. Nur unser Guide nicht. Und ich? Ich habe meine zwischendurch immer wieder kurz herausgenommen.

 

Ich fand das ziemlich mutig von mir.

 

Es war total beeindruckend zu sehen, was alles passieren muss, damit so ein riesiges Schiff überhaupt fahren kann. Von außen sieht alles ganz leicht aus. Aber darunter steckt unglaublich viel Technik.

 


Nach der Führung wusste ich sofort, was jetzt kommt. Pool. Natürlich.

 

Also ging es wieder ins Wasser. Danach gab es noch frisch gebackene Waffeln. Ich finde, Waffeln schmecken auf einem Kreuzfahrtschiff irgendwie noch besser. Für unseren letzten Abend hatte ich einen ganz besonderen Wunsch: Ich wollte unbedingt einmal ins Weltmeere Restaurant.

 

Das Restaurant hat mir vom ersten Moment an gefallen. Es ist richtig gemütlich und trotzdem etwas Besonderes. Der perfekte Ort für unseren letzten Abend an Bord. Wir haben uns Zeit gelassen, das leckere Abendessen genossen und dabei zugeschaut, wie die EUROPA 2 langsam in Hamburg eingelaufen ist. Irgendwie war das ein schöner, aber auch ein bisschen trauriger Moment.

 

Denn da wusste ich:

Unsere Reise geht langsam zu Ende.

Am Abend mussten wir dann leider schon unsere Koffer packen. Mama war darin blitzschnell. Ich hätte am liebsten einfach alles auf dem Schiff gelassen und wäre noch eine Woche geblieben.

 

Bevor ich schlafen gegangen bin, habe ich noch ein bisschen gelesen und gelernt. Zum Glück stehen jetzt bald die Sommerferien vor der Tür. Deshalb hatte ich keine Hausaufgaben mehr auf. Das fand ich ehrlich gesagt gut.

 

Danach bin ich ins Bett gekuschelt und habe noch ein letztes Mal aus dem Fenster geschaut.

 

Morgen heißt es dann:

 

Auf Wiedersehen, MS EUROPA 2.


Mein Fazit

Die Reise hat mir richtig gut gefallen.

Ich durfte Stockholm und Kopenhagen entdecken.

Ich habe neue Freunde im Kids Club gefunden.

Ich war gefühlt hundertmal im Pool.

Ich habe Kaviar probiert.

Ich durfte den riesigen Maschinenraum der EUROPA 2 von innen sehen.

Ich habe ganz viel Eis gegessen.

Und ich habe herausgefunden, dass Schokolade in unserer Suite fast wie von Zauberhand auftaucht.

Vor allem habe ich aber ganz viele besondere Momente mit meiner Mama erlebt.

 

Das werde ich bestimmt nie vergessen.

 

Jetzt liege ich im Bett und denke an all die schönen Erlebnisse.

 

Liebe EUROPA 2,

vielen Dank für diese wunderschöne Reise.

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder.

 

Und für alle Kinder da draußen: Falls ihr euch fragt, ob eine Kreuzfahrt Spaß macht… Mein Test ist eindeutig bestanden. Ich würde sofort wieder mitfahren. :)

 

 

Eure Kinder-Testerin Lily



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