Falklandinslen

Geografie

Die Falkland-lnseln bestehen aus zwei fast gleich großen Hauptinseln und 338 vorgelagerten Eilanden mit einer Gesamtfläche von 12.173 km2. Sie sind durch das Patagonische Küstenschelf geologisch mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Das größere Ostfolklond besteht eigentlich ous zwei lnse·ln, die nur durch eine schmale Landbrücke verbunden sind. Die höchste Erhebung ist der Mt. Usborne ouf Eost Folklond mit 705 m. Dos Innere der nördlichen Halbinsel mit der Hauptstadt Stonley wird von den Folklöndern ols „No-mon'slond" bezeichnet. Die schmale Verbindung zwischen den beiden Ostinseln trägt die Bezeichnung Goose Green (= Gänseweide), und die südliche Halbinsel den Nomen Lofonio. Die beiden Hauptinseln werden vom breiten Folklondsund getrennt. Die Westinsel der Folklonds. deren Küsten durch Buchten und Fjorde stark gegliedert sind, ist von zahlreichen vorgelog,erten Inseln umgeben.

Geologie

Die Folklond-lnseln verdanken ihr Entstehen einer Landhebung. Sie ruhen zwar ouf dem Kontinentalsockel des benachbarten Südamerika, ober d ie untermeerische Karte zeigt deutlich, dass das Folklond - Plateou und der Scotiobogen einen tektonischen Druck ouf die Folklond-lnseln ausüben. Als gehobener Meeresgrund sind die Folklond -lnseln größtenteils mi"t paläozoischen und mesozoischen Sedimentgesteinen bedeckt. A ls jüngste geologische Formation können die ausgedehnten Torffelder gelten, die den Folklöndern noch heute billigen Brennstoff liefern - der Geruch auf den Straßen von Stonley verrät dies. Die Sedimentschichten sind in Torfstichen, on Wegrändern und on der Basis von Tussockgrosbüschen deutlich erkennbar. Die Schichtung lässt sich besonders gut on windexponierten Stellen erkennen, wo die weicheren Logen stärker verwittert sind ols die festeren. 1886 führte das Torfstechen in Stonley zu einer großen Katastrophe. Die ausgestochenen Torffelder über dem Ort füllten sich noch ungewöhnlich starken Regengüssen mit Wasser. Da die Torfstiche nie dräniert worden waren, löste sich eine Schlammlawine und glitt mit ihrer ganzen Masse in die schlafende Stadt. Der Erdrutsch forderte zwei Todesopfer, zerstörte Kirche, Schule und zahlreiche Häuser.

Klima, Flora und Fa11.ma

Das Klima der Folklonds ist extrem maritim und mit einem Jahresmittel von 5.6 °C durch den Einfluss der Antarktis eher kühl. Die maritime Loge mindert die Temperoturextreme; winterliche Fröste sind eher selten. Die permanenten Westwinde lassen nur on geschützten Stellen Bäume gedeihen, und diese auch nur in niedrigem Wuchs. Selbst importierte Bäume, die durch Mauern oder dichte Hecken geschützt sind, wachsen gebückt in W indrichtung (s-ogenonnte W indflüchter) . Die bewirtschoheten Grasflächen hoben durch Überweidung ihre ursprüngliche Vegetation eingebüßt, darunter auch dos mannshohe Tussockgros (Poo flabellota), das nur noch auf geschützten Flöchen gedeiht. Diese Grasort wor auch maßgeblich an der Torfbildung beteiligt. Die Liste der ouf den Falklond-lnseln ursprünglich heimischen Farn- und Samenpflanzen umfasst 164 verschiedene Arten. Hinzu kommen 92 eingeführte Arten. Zu den Letzteren gehören viele „Europäer", die mit den englischen Siedlern ouf die Inseln gelangten. Ein Beispiel ist der Stechginster (Ulex europaeus). Den gelb blühenden Strauch findet man heute sehr häufig in den umliegenden Siedlungen - für den Besucher ein schöner Anblick, ober botanisch gesehen eben ein Fremdling.